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Alles für die Katz - Ordnung mit Stubentigern ist einfach


Lagom at Home, Katze, Hauskatze, Ordnung, Aufräumen

Man muss Katzen nicht beibringen, wie man es sich gemütlich macht, in dieser Hinsicht sind sie von unerschöpflichem Erfindergeist.

James Mason



Je chaotischer ein Zuhause ist, desto wohler scheint sich deine Katze zu fühlen. Unter am Boden liegender Kleidung lässt sich gut mausen. Offene Kartonschachteln sind perfekte Schlafgelegenheiten. Zwischen vollgestellten Regalen lässt es sich herrlich hindurch pirschen.

Auf den ersten Blick scheint Katzenbesitzer und Ordnungsliebhaber ein Widerspruch zu sein.

Es ist jedoch keine Entweder-Oder-Frage. Deine Katze hat einige Grundbedürfnisse, die sie meist auch klar kommuniziert. Alles andere ist Verhandlungssache. Gib dein ordentliches Zuhause nicht verfrüht auf.

In diesem Beitrag erfährst du, wie du ein aufgeräumtes Zuhause einrichtest, in dem sich deine Katze ebenfalls wohl fühlt.



1 Die Grundbedürfnisse aus Katzen- und Menschensicht

Auch wenn äusserlich nicht mehr viel daran erinnert; tief im Herzen deines Stubentigers schlägt ein wildes Löwenherz.


Er weiss noch, was zu tun ist, um in der Wildnis zurecht zu kommen. Genau dieses Verhalten hat dazu beigetragen, dass deine Katze bis jetzt überlebt hat, deshalb wird sie sich auch weiterhin auf ihre Urinstinkte verlassen.


Hier ist ein kleiner Überblick:

Trinken


Kennst du das auch, dass deine Katze am liebsten aus dem Lavabo trinkt? Dies hat zwei Gründe: Je höher eine Trinkquelle, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie verunreinigt ist. Wenn deine Katze trinkt, ist sie in einer verletzlichen Situation. Ist die Katze in erhöhter Lage, hat sie den Überblick und einen freien Rücken um sicher trinken zu können. Wenn Lavabos nicht gerade als Betten gebraucht werden, sind sie deshalb die perfekten Wasserquellen.


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Dein Ordnungstrieb kann befriedigt werden, wenn du ansprechende Wasserschalen kaufst. Achte dich auf schlichte Farben und edles Material. Es gibt inzwischen ein grösseres Sortiment, als nur die klassischen Plastikschüsseln.


Praktisch ist eine Unterlage, wenn deine Katze gerne schlabbert.


Auf einer Kommode, im Regal oder in einer Zimmerecke sind gute Stellen für die Trinkquellen. Wechsle oft das Wasser, deine Katze ist wählerisch bei ihrer Wasserversorgung.


Wichtig ist, dass das Wasser nicht beim Futter steht. Das ist gegen die Urinstinkte der Katzen; sie fressen und trinken nicht an derselben Stelle.



Fressen


Katzen kennen keine Tischmanieren. Ein Urverhalten ist hier tief verankert. Früher wurde im Rudel gejagt. Damit sie sich ihr Stück der Beute sichern konnten, wurde dies vom Beutetier abgebissen und weggetragen. Heute ist es das Dosenfutter, das sich überall verteilt.



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Wie aufgeräumt der Fressplatz auf dich wirkt, entscheidet sich, durch die Gefässe, die dort stehen. Es gibt edle Schalen aus Metall oder Keramik, eine einmalige Investition, die sich lohnt.


Beim Katzenfutter möchte ich gerne noch einige persönliche Erfahrungen mit dir teilen:

  • Katzen sind Karnivoren. Sie fressen also Fleisch. Achte dich bei der Futterauswahl darauf, dass auch wirklich Fleisch drinsteckt. Billig-Brekkies werden meist aus Kostengründen aus 80% Getreide hergestellt, einem Grundstoff, aus welchem deine Katze keine Energie gewinnen kann oder im schlimmsten Fall sogar darauf allergisch reagiert.


  • Füttere deine Katze von Anfang an nicht vom Tisch. Bettelnde Katzen sind mühsam, auch der hohe Salzanteil in menschlichem Essen ist nicht gut für deine Katze.


  • Halte keine festen Fütterungszeiten ein. In der Natur gibt es auch nur Futter, wenn das Zebra erlegt worden ist, nicht wenn es 5 Uhr ist. Wenn du deine Katze immer zur selben Zeit fütterst, merkt sie sich dies und bettelt.


  • Wasserquelle und Futterort gehören mindestens 2 Meter auseinander. Beides kann in der Küche stehen, aber nicht nebeneinander.


  • Falls deine Katze ein hemmungsloser Schlemmer ist, eignet sich ein Fummelbrett, um ihren Appetit zu zügeln.


  • Hast du mehrere Katzen und sie haben verschiedene Fressverhalten? Eine mampft alles mit einem Happs, die andere schlendert gerne alle paar Minuten wieder zum Fressnapf? Es gibt geschlossene Futterschalen, die wie ein Katzentor mit Chip gesichert sind. Nur wenn die richtige Katze darüber steht, öffnet sich der Fressnapf.



Schlafen


Bis zu 20 Stunden verschnarcht deine Katze pro Tag. Bei dieser Menge ist es umso wichtiger, dass dies an einer bequemen Stelle geschieht. Wie beim Trinken ist deine Katze im Schlafen schutzlos, deshalb wählt sie ihren Schlafplatz sehr akribisch aus. Wenn sich deine Katze mitten auf dem Sofa, am besten noch in Rückenlage niederlässt, ist das ein absoluter Vertrauensbeweis. Deine Katze fühlt sich bei dir Zuhause sicher und wohl.


Sorge trotzdem auch für Höhlen und Aussichtspunkte mit Nestern, damit deine Katze je nach Stimmung verschiedene Lager einnehmen kann.


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In Tierläden gibt es den klassischen Katzenbaum mit hässlichem Kunstfellimitat, meist noch in schreienden Farben. Dies ist nicht die einzige Lösung für einen Katzenbaum. Du kannst entweder mit schmalen Regalen direkt einen Katzenbaum an die Wand schrauben oder in ein Regal integrieren.


Gib deiner Katze einen klaren Rückzugsort, in welchem du sie ungestört lässt. Wenn sie dort ist, egal ob du deine Katze erreichst oder nicht, lässt du sie in Ruhe.

Du selbst brauchst auch manchmal eine Auszeit.

Jagen


Deine Katze ist ein begnadeter Jäger. Egal ob Plüschmaus oder Federangel, sie will bespielt werden. Es ist ähnlich wie bei Kindern. Gefühlt vermehrt sich das Spielzeug jedes Mal, wenn du einmal nicht hinschaust.Und genau wie ein Kind hat auch deine Katze ein Lieblingsspielzeug.


Auch das Krallenwetzen gehört zu einer der Lieblingsangewohnheiten deiner Katze. Dies dient einerseits der Klauenpflege an sich, ist andererseits aber auch eine Reviermarkierung.


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Du entscheidest, was in die Wohnung kommt.

Achte dich beim Spielzeug auf einheitliche Farben und naturbelassenes Material.


Deiner Katze ist es egal, ob die Maus gelb oder pink ist, aber wenn du dich in deiner Wohnung umsiehst, und nur weisses Spielzeug erblickst, wirkt es viel ruhiger und aufgeräumter.


Achtung: Wollschnüre sind für Katzen tabu. Es ist gefährlich, wenn die Fäden herumliegen und sich die Katze allein darin wälzt. Es kann sich eine Schlinge bilden. Auch sind die Fasern nicht gut für den Katzenmagen, es kann zu Verstopfung führen, ebenfalls nicht wünschenswert.


Wenn du merkst, dass deine Katze mit etwas nicht mehr spielt, sortiere es aus. Irgendwann hat alles Spielzeug ausgedient.

Wenn du präventiv für viele Kratzzonen sorgst, kannst du steuern, wo deine Katze ihre Krallen wetzt. Karton und Sisalspielzeuge gibt es in verschiedenen Formen und Grössen. Hänge mindestens eine Kratzgelegenheit auf. Denke dabei an die Grösse, die Kratzzone muss nicht am Boden beginnen, deine Katze will sich daran aufrichten.


Kacken


Katzen sind sehr reinliche Tiere. 1 Stunde täglich verbringt deine Katze allein mit der Fellpflege. Auch beim grossen und kleinen Geschäft ist deine Katze auf Hygiene bedacht. In Kartonkisten stapeln sich die Katze gerne ins unermessliche. Das Katzenklo teilen sie aber nicht gerne mit anderen.


Es muss gross genug sein, sauber und wohlduftend und in genügend grosser Anzahl vorhanden. Als Faustregel für die Anzahl an Katzenklos für Hauskatzen gilt: Anzahl Katzen plus eins.


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Das Ärgerlichste ist, wenn in der gesamten Wohnung Katzenstreu liegt. Es gibt geschlossene Katzenklos, die dies verhindern.

Auch gibt es praktische Siebsysteme für ‚selbstreinigende‘ Katzenklos.


Mit kompostierbarem Katzenstreu schonst du durch Müllersparnis die Umwelt. Auch wenn auf der Verpackung steht, dass es das Klo runtergespült werden kann, trau dieser Aussage nicht. Es ist einerseits eine grosse Belastung für die Kläranlage, andererseits kann es das Abflussrohr verstopfen.



2 Katzensprache einfach gedeutet

Untereinander miauen Katzen nicht. Diesen Laut haben sie nur erfunden, um mit uns Menschen zu kommunizieren. Deine Katze will dir immer klar sagen, was sie braucht. Hier sind ihre häufigsten Kommunikationsmittel:


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Sie zerkratzt das Sofa


Es hat zu wenige Kratzmöglichkeiten, versuche nicht, deine Katze mit einem Duftspray zu vertreiben, sondern gib ihr eine Alternative.

Sie pinkelt in die Wohnung


Dies kann Verschiedenes bedeuten.

Das einfachste ist: ‚Mein Katzenklo stinkt und ist dreckig!’

Riech am Katzenstreu selbst. Wenn sogar deine Nase findet, dass es müffelt, dann ist es für eine sensible Katzennase eine Beleidigung und benötigt frisches Katzenstreu. Ein Esslöffel Natron ist ein zusätzlicher Geruchsbinder.

Eine weitere Möglichkeit ist: ‚Ich habe Angst und fühle mich nicht wohl.’

Ist es laut und hektisch? Biete deiner Katze genügend Rückzugsorte. Zeige ihr, dass du für sie da bist. Deine Katze nimmt deine Stimmung auf.

Bestrafe deine Katze niemals für das Pinkeln! Wenn du sie anschreist oder etwas nach ihr wirfst, bekommt sie nur noch mehr Angst.


Sie versteckt sich


Eine Katze mag Ruhe. Ist es laut? Hat es viele Menschen? Hat die Katze genug Rückzugsorte? Versuch dein Zuhause aus ihren Augen zu sehen und zeige ihr, dass du für sie da bist.



Deine Katze lässt den Schwanz hängen


Ist deine Katze passiv und schleicht nur noch herum? Dies ist kein gesundes Verhalten. Aber bevor du zum Tierarzt rennst, überlege dir, was deine Katze machen kann. Hat sie genug Spiel- und Klettermöglichkeiten? Ein hängender Schwanz kann ein Zeichen von Langeweile sein.


Deine Katze läuft mit aufgerichtetem Schwanz durch die Wohnung?


Sie ist glücklich, zufrieden und offen.


3 Wie hilft dir Lagom, mit deiner Katze harmonisch zusammen zu wohnen?

Lagom kommt aus dem Schwedischen und bedeutet ‚nicht zu viel und nicht zu wenig, sondern genau richtig.

Lagom ist eine Masseinheit und kann sowohl auf Dinge, als auch auf Beschäftigungen angewendet werden.

Lagom bedeutet auch Gemeinschaft, jeder bringt sich in die Gruppe ein. Das Zusammenleben funktioniert nur, wenn jeder seinen gerechten Teil an Verpflichtung leistet.

Auch in deiner Beziehung zu deiner Katze ist es ein Geben und Nehmen.


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Deine Katze erkennt, wenn es dir schlecht geht. Wenn du krank im Bett liegst, kuschelt sie sich an dich und heilt dich mit ihrem Schnurren. Wenn du spazieren gehst, will sie dich begleiten. In der Gruppe ist man sicherer.

Lagom kann dir helfen genau diese Balance zwischen Geben und Nehmen, Fordern und Eingestehen zu finden. Wie auch deine Katze einen Rückzugsort hat, hast auch du das Recht auf einen katzenfreien Bereich, beispielsweise die Küchenplatte oder das Bett. Zeige es deiner Katze deutlich. Sei nicht vage, mach keine Ausnahmen, einmal ja, einmal nein ist für jeden verwirrend.


Wenn du dein Leben nach Lagom ausrichtest, achtest du dich bewusst auf deine Bedürfnisse. Lagom ist die Antwort auf die Frage, was brauche ich wirklich?

Finde heraus, was für dich und deine Katze lagom bedeuten kann.


Lebe mehr Lagom




 

Verwandle dich von der Chaosqueen zum Ordnungsprofi


Keine wandernden Ablagehäufchen, kein überfüllter Kopf, kein hektisches Suchen mehr.

In meinem kostenlosen Newsletter erhältst du regelmässig Ansporn und Inputs, wie du dein Zuhause, deine Terminplanung und dein Inneres aufgeräumt und produktiv gestalten kannst.


 


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