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Loslassen ist der Anfang



Jeder Mensch sucht nach Halt. Dabei liegt der einzige Halt im Loslassen.

Hape Kerkeling




Letztens beim Schmökern in der Bibliothek bin ich an einem Text hängen geblieben. Er handelt vom Loslassen. Loslassen ist ein natürlicher Prozess und trotzdem wehre ich mich so stark dagegen.


Mit Annehmen oder Bekommen verbinde ich positive Gedanken, wie Fülle und Reichtum. Loslassen dagegen hatte für mich bisher immer eine bittere Note des Abschlusses, Abschiedes oder gar Verlustes.


Doch nur wenn Altes Platz macht, kann Neues entstehen. Warum nicht das Loslassen verbinden mit Befreiung, Möglichkeiten, Neuanfang?


Gerne teile ich den Text, der mich so zum Nachdenken gebracht hat, mit dir.

Er stammt aus dem Buch:


In winterweisser Stille, Ein Begleiter durch die dunkle Jahreszeit von Giannina Wedde und ist im Vier Türme Verlag erschienen.

Loslassen

Loslassen ist eine natürliche Bewegung. Wie das Ausatmen dem Einatmen folgt, so folgt das Loslassen dem (Fest-)Halten. Die Pflanzen haben ihre Blütenstände losgelassen und die Bäume ihre Früchte und Blätter. Die Natur trennt sich jedes Jahr wieder von ihrer hervorgebrachten Fülle.

Wir haben jedoch weit mehr loszulassen als geschaffenen Überfluss und die damit verbundene Anstrengung, denn anders als unsere Gefährten, die Pflanzen und Tiere, halten wir immer wieder an Dingen fest, die uns und anderen nicht guttun.

Wir sind beladen mit ruhelosen Gedanken, mit irrlichternden Wünschen und ungeklärten Gefühlen. Wir sind überfrachtet mit Vorstellungen und Ansprüchen anderer und mit vielen Alltagspflichten, denen wir uns kaum entziehen können. In der dunklen Jahreszeit erinnert uns alles Lebendige freundlich daran, dass es unserer Natur entspricht, loszulassen und leer zu werden. Im Einklang mit der winterlichen Natur können wir nachspüren, was das wesentliche ist, was uns ausmacht und was für uns zu einem gelingenden Leben gehört. Und wir können uns dabei an den befreiten Atem erinnern, der uns durchströmte, als wir etwas aus der Hand geben, das uns beschwerte oder aufhielt.

Loslassen hat viele Gesichter. mal bedeutet es, einem wiederkehrenden Gedanken nicht erneut zu folgen oder sich aus einem zerstörerischen Gefühl herauszuziehen, mal bedeutet es, ein altes Selbstbild zu begraben oder sich selbst eine Schuld zu verzeihen. Manchmal ist es kaum mehr, als das Ende eines Lebenskapitels bewusst wahrzunehmen. Immer ist es eine sanfte Rückkehr zur Gegenwart, ein stilles Heimkehren.

Etwas loszulassen erfordert Mut. Weil es bedeutet, sehr genau hinzusehen, warum wir an etwas festhalten. Weil es voraussetzt, etwas Schmerzliches anzunehmen. Weil es uns ruft, auch dem Unliebsamen einen Dank mit auf den Weg zu geben.

Und plötzlich spüren wir: Auch wir werden losgelassen. Etwas entlässt uns endlich aus seinem Griff in die offene Weite.

Was hat Loslassen mit Lagom zu tun?


Lagom bedeutet nicht zu viel und nicht zu wenig, sondern genau richtig. Lagom lässt dich wieder sehen, was wirklich wichtig ist im Leben.


Lagom gibt dir Klarheit, Einfachheit und Ausgeglichenheit.


Und genauso verhält es sich mit Loslassen. Loslassen ist ein Teil von Lagom. Lass Unwichtiges, Belastendes und Altes los und umarme dadurch das, was bleibt umso mehr, deine Freiheit, deine Fähigkeiten, deine Möglichkeiten.

Lebe mehr Lagom


 

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