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Wie du Entscheidungen schnell und einfach triffst


Lagom at Home, Entscheidungen treffen, kein Zögern, Aufräumen, Ordnung

An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser.

- Charlie Chaplin


20’000 bis 100’000 Entscheidungen triffst du jeden Tag. Lass diese Zahl einmal auf dich wirken. 100’000 Stück. Die meisten davon allerdings unbewusst.

Mit welchem Bein stehst du zuerst auf? Welche Tasse nimmst du für deinen Morgen-Kaffee? Fahrrad oder Bus? Arbeiten oder Kaffeeplausch? Behalten oder Spenden? Handtasche kaufen oder nicht?

Jede Entscheidung für etwas ist auch gleichzeitig eine Entscheidung gegen etwas.


Genau an diesem Punkt liegt ein grosses Problem. Deine Gedanken kreisen nicht in erster Linie um das Wofür, sondern fokussieren sich auf wogegen. Verlustangst, Sorge und Zweifel lassen das Gedankenkarussell immer weiterdrehen. Anstatt dich zu entscheiden und eine Energie in die Lösung und Ausführung zu lenken, verschwendest du deine Energie an das Problem. Dieses wächst und wächst und scheint immer unmöglicher zu lösen. Ein Teufelskreis, den du mit einer schnellen und klaren Entscheidung umgehen kannst.



In diesem Beitrag erfährst du




1 Wie funktionieren Entscheidungen?


Stehst du vor einer Wahl wird in deinem Gehirn der präfrontale Kortex aktiviert. Er ist zuständig für alle rationalen Denkvorgänge. Er ist ein wichtiger und komplexer Hirnbereich, der viel Energie benötigt.

Sinken deine Energiereserven, schaltet dein Körper auf Sparbetrieb um. Dies bedeutet, dass das limbische System aktiviert und der präfrontale Kortex heruntergefahren wird. Im limbischen System sind deine Urinstinkte und Triebe vorhanden, denn ein Energiemangel ist für dein Überleben kritisch.

Jetzt bist du nicht mehr in der Lage hochkomplexe Aufgaben zu lösen, du bist intuitiv misstrauischer und wehrst Neues ab. Sicherheit und Stabilität ist das Einzige, was in einem solchen Moment wichtig ist.


Wie leicht dir Entscheidungen fallen ist körperlich abhängig von 2 Faktoren:


Wie viel Energie ist vorhanden?

Der Treibstoff deines Körpers ist Glucose, deshalb bekommst du auch nach Lernphasen Heisshunger auf Süsses. Der Körper will wieder getankt werden.


Wie stark ist deine Willenskraft?

Willenskraft brauchst du, wenn du dich überwinden musst, etwas zu tun, einer Versuchung widerstehen oder eine Entscheidung treffen zu müssen.

Jedes Mal, wenn du eines dieser 3 Dinge tust, verbrauchst du einen kleinen Teil deiner Willenskraft und irgendwann ist sie erschöpft. Dies ist der Moment, in welchem du mit deiner Diät brichst, du auf dem Sofa liegst anstatt aufzuräumen und du nichts mehr entscheidest.

Die gute Nachricht ist, du kannst deine Willenskraft trainieren. Eine Möglichkeit ist: bewusst und schnell Entscheidungen zu treffen.

Entscheidungen zu treffen ist wichtig. All deine bisherigen Entscheidungen haben dich zu dem gemacht, wer du heute bist. Entscheidungen bringen dich vorwärts.

Keine Entscheidung zu treffen, ist ebenfalls eine Entscheidung, wenn auch eine passive. Du hörst nicht auf dich und deine Bedürfnisse, sondern lebst für das Ziel von jemand anderem.


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2 Warum du dich mit manchen Entscheidungen schwer tust - und dies vergebens ist

Ein Hauptgrund, weshalb du mit deiner Entscheidung haderst ist die Angst: Treffe ich die richtige Entscheidung?


Dies kannst du nie im Vornherein wissen. Bei vielen Dingen auch im Nachhinein nicht:

  • Du stehst im Stau und ärgerst dich über deine Entscheidung, nicht den anderen Weg genommen zu haben. Es ist aber nicht sicher, dass du dort schneller gewesen wärst. Du malst dir nur in Gedanken aus, dass dies so sei.


  • Du kommst gestresst aus deinen Ferien zurück. Es reut dich, nicht woanders hingefahren zu sein. Du kannst nicht wissen, ob du dort eine erholsamere Zeit verbracht hättest.


Es ist viel wichtiger, dass du dich entscheidest als wofür. So kannst du deine Aufmerksamkeit auf die Lösung lenken und vergeudest sie nicht weiter für theoretische Probleme.


85% der Entscheidungen solltest du direkt fällen. Sie prägen den Moment und sind zukünftig eher unwichtig. Auch weiss dein Bauchgefühl meist, was für dich in diesem Moment gerade stimmt.

Zögerst du deine Entscheidung hinaus, wird der Kopf aktiviert und du verschleuderst unnötig Energie für eine Kleinigkeit.

Der ausschlaggebende Faktor, ob es eine ernste Entscheidung ist und du dir deshalb Zeit nehmen solltest für ein genaueres Abwägen ist: Hat diese Entscheidung Auswirkungen auf mein Leben in den nächsten 5 Jahren?

Welches weisse T-Shirt du kaufst oder was du zum Abendessen bestellst ist nicht weiter relevant. Ob du einen Vertrag unterschreibst oder umziehst sind ernste Überlegungen.

Alltägliche Kleinigkeiten sind eine grossartige Möglichkeit, deine Selbstdisziplin zu trainieren und so auch deinen Entscheidungsmuskel.


Gerate hier nicht in die Falle, dass wenn dir eine Entscheidung schwerfällt, du nach mehr Optionen suchen musst. Eine grössere Auswahl hilft dir nicht dabei, dich zu entscheiden, sondern überfordert dich am Ende komplett.


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3 Entscheide dich! 2 hilfreiche Methoden

Streich die 7

Diese Übung ist einfach erklärt. Wenn du einer Aufgabe oder einem Angebot eine Bewertung von 1 (sehr schlecht) bis 10 (hervorragend) geben musst, tendierst du in den meisten Fällen zu einer 7.

7 bedeutet ganz gut, mehr als der Durchschnitt, aber nicht überragend.

Mit dieser Regel, dass du keine 7 vergeben kannst, hast du nur noch die Möglichkeit zwischen ‚das will ich wirklich‘ und ‚es ist eine Notlösung‘.

Frage dich zukünftig bei einem Angebot: Welche Bewertung hat es?

Von 8-10 ergreife die Gelegenheit.

Von 1-6 sag nein.

Einfach, schnell und schmerzlos ist deine Entscheidung gefallen.


Erkenne negative Glaubenssätze, die dich ausbremsen


Meist fällt dir eine Entscheidung schwer, weil du ihr zu viel Bedeutung zumisst.

Auch grössere Dinge kannst du später ändern, du kannst eine Weiterbildung besuchen, ein Jobwechsel ist nicht ungewöhnlich. Dinge können wieder verkauft werden.

Ein zweiter Grund für dein Zögern kann sein: du hast Angst, die falsche Entscheidung zu treffen und machst dir Sorgen, was andere davon denken.

Hier steckst du in einem festgefahrenen Glaubenssatz fest. Es ist im Vorfeld unmöglich zu wissen, was die ‚richtige‘ Entscheidung ist. Erst beim Erfahren wirst du es merken.

Auch dann ist es keine Sackgasse, neue Entscheidungen bringen dich auf einen anderen Kurs.

Auch über die Gedanken von anderen hast du keine Kontrolle. Noch ein weiterer Punkt: Warum sollte dir wichtig sein, was andere denken?

Es ist dein Leben, du bist die Einzige, die weiss, welche Entscheidung stimmig ist.

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4 Wie Entscheidungen und Gewohnheiten zusammenhängen

Eine Entscheidung zu treffen ist Energieaufwand für den Körper. Du hast bereits erfahren, dass der Körper alles dafür tut, um Energie zu sparen.


Stehst du regelmässig vor derselben Entscheidung automatisiert sich der Prozess.

  • Ohne zu überlegen greifst du morgens immer zur selben Kaffeetasse.

  • Beim Nachhausekommen ziehst du deine Jacke aus und hängst sie an den Haken, anstatt sie auf den Boden zu werfen.

Du entscheidest dich nicht aktiv für diese Handlung, sondern dein Körper hat aus diesem Ablauf eine Gewohnheit gemacht.

Du kannst dir bewusst positive Gewohnheiten aneignen und dich so selbst bei Entscheidungen entlasten.


5 Wie du Entscheidungen mit Lagom leichter nehmen kannst

Lagom bedeutet im Schwedischen ‚nicht zu viel und nicht zu wenig, sondern genau richtig.‘

Es ist ein Mittelweg zur idealen Balance.


Wenn du im Leben keine Herausforderungen hast, verkümmert dein Verstand und du langweilst dich. Stehst du unter permanentem Stress, kommt mit Sicherheit ein Burnout.

Lagom ist keine feste Masseinheit. Es kann auf Aktivitäten, aber auch auf Dinge angewendet werden. Lagom ist die Antwort auf die Frage: „Was brauche ich wirklich?“


Lagom ist dein innerer Kompass bei Entscheidungen, es ist ein Spiegel, was deine Bedürfnisse sind.



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Lagom zeigt dir die Grenzen von zu wenig Herausforderungen und zu viel Besitz. Je mehr du dich mit Lagom beschäftigst, desto leichter fallen dir Entscheidungen.

Lebe mehr Lagom




 

Verwandle dich von der Chaosqueen zum Ordnungsprofi


Keine wandernden Ablagehäufchen, kein überfüllter Kopf, kein hektisches Suchen mehr.

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