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Deine aufgeräumte Fotosammlung: Der ultimative Guide

Eine einfache Schritt für Schritt Anleitung

Fotosammlung, Aufräumen, Ordnung, Lagom

Nichts tarnt sich so geschickt als Schwierigkeit wie eine Chance.

KarlHeinz Karius


Willkommen in der Köngisdisziplin des Ordnung Schaffens: Dem Foto sortieren.

Das Aufräumen der Fotosammlung solltest du aus mehreren Gründen erst durchführen, wenn du schon geübt bist im Ordnung halten.


Die pure Menge, verschiedene Datenträger, fehlende Ordnerstruktur, Doppelbilder und Sentimentalität sind Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Für manche kann dieses Aufräumprojekt mehrere Wochen dauern.

Bist du trotz alldem bereit für die Herausforderung?


Das Ausmisten der Fotosammlung ist gleichzeitig auch eine grosse Chance. Es lässt dein bisheriges Leben Revue passieren.

Wo hast du bisher deine Aufmerksamkeit, deine Zeit und auch dein Geld investiert?

Sind das auch noch deine heutigen Werte?

Du hast durch ein simples Aufräumprojekt die Chance, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, basierend auf deinen heutigen Zielen.


Doch zuerst einmal der Reihe nach. In diesem Beitrag erfährst du, wie du am besten vorgehst:


Weshalb sind Fotos die Königsdisziplin des Aufräumens?


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Menge


Auf unseren technischen Geräten sammelt sich eine unglaubliche Menge an Daten an. Eine über mehrere Jahre gewachsene Fotosammlung kann in die Zehntausende gehen, manch ein leidenschaftlicher Fotograf knackt auch die Hunderttausendermarke.


Weil du die Bilder nicht haptisch vor dir hast, bemerkst du die Grösse deiner Fotosammlung jedoch gar nicht. Auch verstreut sie sich auf verschiedene Lager, wie das Smartphone, WhatsApp, Speicherkarten, die Mailcloud und natürlich den Computer selbst.


In diesen Häppchen wirkt die Anzahl jeweils gar nicht so gross, doch lass dich davon nicht täuschen, sie ist es.


Sentimentalität


Der Mensch ist ein soziales Wesen. Auch ein Buch oder ein spezielles Kleidungsstück kann an eine bestimmte Erinnerung geknüpft sein, weshalb du es behältst, obwohl du es gar nicht mehr benötigst.

Doch bei einem Foto schaust du manchmal in das Angesicht eines Menschen. Das Foto zu löschen, kann sich gleich anfühlen, wie den Menschen oder zumindest die Erinnerung an ihn auszusortieren.


Unterschwellig brodelt bei jedem Aufräumprozess die Angst, Wunschvorstellungen und Erinnerungen zu verlieren, wenn man den Gegenstand loslässt.

An dieser Stelle möchte ich dir Mut zusprechen und dir versichern: das ist nicht so. Das Gegenteil ist der Fall. Deine Erinnerungen werden schärfer und schöner, wenn du den richtigen Bildern und Dingen ihren Platz gibst. Die wertvollen Schätze gehen unter in der Masse von nichtigen Landschaftsdokumentationen, verwackelten und unvorteilhaften geknipsten Schnappschüssen und negativ aufgeladenen Momenten.


Fehlende Kriterien


Du willst deine Fotos aufräumen. Das ist ein grossartiges Ziel, doch warum? Weshalb willst du eine sortierte Sammlung?

Wenn du diese Frage nicht für dich geklärt hast, ist dieses Projekt zum Scheitern verurteilt. Es gibt nicht die eine richtige Form einer aufgeräumten Sammlung. Das Ordnungssystem ist je nach deinem Bedürfnissen anders aufgebaut.


Also kläre für dich vorab, welchen Nutzen dir deine Fotosammlung bringen soll.

  • Willst du mühelos Fotogeschenke oder Alben zusammenstellen können?

  • Willst du deiner Familie eine chronologische Sammlung hinterlassen?

  • Willst du deine gestalterische Entwicklung festhalten?

Ziel erfasst? Sehr gut, los geht es mit dem Aufräumen!

Schritt 1: Erstelle ein einziges zentrales Speicherlager


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Der erste ist gleichzeitig schon der wichtigste Schritt im ganzen Prozess.

Bringe sämtliche Fotos an einen einzigen Speicherort.

Entscheide, welche Zentrale für dich sinnvoll ist, es kann sowohl eine Software auf deinem Computer sein zum Beispiel ‚Fotos‘ von Apple oder auch eine externe Festplatte.


Bringe all deine Fotos, die du behalten möchtest an diesen einen Ort.

Kontrolliere folgende Lager:

  • Computer, Laptop (Suche nach folgenden Dateiformaten *.jpg/*.tif/*.png/*.raw/*.dng)

  • Tablet, iPad

  • Smartphone

  • Speicherkarten deiner Kameras

  • Externe Festplatten

  • USB-Sicks, CDs, DVDs

  • Cloud (Dropbox, Google Drive,…)

  • Mail-Anhänge

  • Konten auf Social Media (Instagram, Facebook,…)

  • SMS und Messenger (Whatsapp, Threema,…)




Schritt 2: Aussortieren


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Deine Fotosammlung ist nun an einem zentralen Ort. Das ist grossartig, jetzt weisst du, womit du arbeiten musst.

Und nun geht es erst richtig los. Das Aussortieren und Ordnen beginnt!


Lösche Doppelbilder


Du wirst unter Garantie viele Doppelbilder in deiner Sammlung haben. Versuche nicht diese von Hand zu finden, das wäre eine Sisyphusarbeit. Es gibt gute Software, welche diese Arbeit für dich schnell und gründlich erledigen. Für Mac kann ich dir Photosweeper empfehlen. Auch für Windows gibt es ähnliche Programme.


Deine Bildanzahl und auch das Speicherplatz Volumen wird sich nun verkleinert haben.


Lösche schlechte Aufnahmen


Undefinierbares, Verschwommenes, Verwackeltes, zu dunkel, zu hell, Finger vor der Linse, geschlossene Augen.

Jeder hat in seiner Fotografie-Karriere solche Aufnahmen produziert. Sind diese Bilder es wert, in Erinnerung zu bleiben?


Lösche banale und bedeutungslose Aufnahmen


In den Ferien bin ich begeistert von jedem Stein und jeder Blume. Ich renne mit dem Fotoapparat herum und halte alles fest, um möglichst viel von diesem schönen Ort mit nach Hause nehmen zu können. Beim späteren Anschauen löst es aber nicht mehr dieselben Glücksgefühle aus. Geht es dir vielleicht ebenso?

Hör in dich hinein und überlege beim Aussortieren deiner Fotos nicht zu lange. Was du nicht zuordnen kannst, kann weg.


Lösche schlechte Gefühle


Löst eine bestimmte Aufnahme ein schlechtes Gefühl in dir aus? Erinnert dich etwas an einen Unfall oder eine negative Zeit in deinem Leben?

Frage dich selbst beim Aussortieren, willst du immer an diese schlechten Gefühle erinnert werden?


Schritt 3: Sinnvolle Ordnerstruktur erstellen und befüllen

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Es gibt grundsätzlich kein Richtig oder Falsch beim Sortieren von Fotos. Denke bei der Wahl deiner Ordnerstruktur an das Ziel deiner Fotosammlung und passe sie an.

Grundsätzlich ist eine zeitliche Ordnung sinnvoll. Dabei können die Ordner mit Jahr und Monat angeschrieben sein.


Sind Impressionen wichtiger als die chronologische Reihenfolge, können auch Ordner nach Anlässen angelegt werden wie Feiertage und Geburtstage.

Verschiebe nun deine Fotos in diese Ordnerstruktur. Es gibt Softwares, die dies automatisch für dich erledigen.



Schritt 4: Schlagworte, Bewertungen, Dateinamen


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Wie viel Zeit du in Schritt 4 investierst hängt von deinem Ziel ab, was deine Fotosammlung leisten muss.

Wenn du deine Bilder mit Schlagworten versiehst, kannst du schnell und einfach für gestalterische Projekte die möglichen Bilder finden. Dies können Orte, Personen, Anlässe, technische Angaben und vieles mehr sein.

Die Verschlagwortung hat den Vorteil, dass du so ein Bild unter mehreren Kriterien finden kannst, ohne es mehrfach abspeichern zu müssen.

Auch das Markieren deiner Favoriten mit Sternen oder Herz spart dir zukünftig viel Zeit.


Wie erhältst du dauerhaft die Freude an deiner Fotosammlung?

  • Das Aufräumen deiner Fotos ist ein Grossprojekt. Lass dich nicht stressen und verunsichern durch die Menge. Nimm dir Zeit und Geniesse das Durchforsten deiner alten Erinnerungen.


  • Du entscheidest, wie gründlich die Fotos aufgeräumt sein müssen. Grundsätzlich kannst du es auch bei Schritt eins belassen und einfach ein grosses Fotoarchiv anlegen.


  • Der wichtigste Punkt kommt hier zum Schluss. Das richtige Sichern deiner Fotosammlung. Stell dir vor, du hast nun ein zentrales Lager von deinen Fotos auf deinem Computer abgespeichert. Eines Tages startet dein Computer nicht mehr auf oder deine Wohnung hat einen Wasserschaden. Es kann vieles geschehen, was deine Fotos in Gefahr bringen könnte.

  • Halte dich deshalb an die Regel: Besitze eine Sicherungskopie, die sich nicht am selben Ort befindet, wie das Archiv. Dies kann eine Cloud sein oder eine externe Festplatte, die du nicht zu Hause aufbewahrst.


  • Deine Fotosammlung wird ständig Weiterwachsen. Dies ist etwas Wunderbares, bedeutet jedoch auch, dass dieser Aufräumprozess nicht zu Ende sein kann.

  • Halte dich einfach an die Regel des zentralen Lagers. Alle neuen Fotos kopierst du an diesen Ort und hältst dich an die angelegte Ordnerstruktur und Verschlagwortung. Es wird nie wieder so viel Arbeit sein wie zu Beginn.


  • Halte deine Sicherungskopie auf dem aktuellen Stand


  • Trage dir regelmässige Termine in deine Agenda ein, damit du die Sicherungskopie auf den aktuellen Stand bringst. Wie oft das ist, hängt von deinem Bedürfnis nach Sicherheit ab.

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Was hat Lagom mit Fotos sortieren zu tun?


Lagom bedeutet nicht zu viel und nicht zu wenig, sondern genau richtig. Es ist also eine Masseinheit, welche sich auf die persönlichen Bedürfnisse bezieht.

Fotos anzuschauen ist auch gleichzeitig ein Sichten deines bisherigen Lebens. Dies ist der perfekte Zeitpunkt zu überlegen, wie du bisher deine Zeit verbracht hast.

War es mit Reisen, der Karriere, Familie, Lernen, Sport, Gestaltung oder Freundschaften?

Frage dich selbst: Wo liegen meine Bedürfnisse heute? Es ist nicht unwahrscheinlich, dass diese sich verändert haben und ein bestimmter Bereich jetzt gerade ein wenig zu kurz kommt.

Die Kernfrage ist:

Ist meine Aufmerksamkeit jetzt dem gewidmet, was mir wichtig ist?


Achte dich, dass du Lagom findest. Dies kann bedeuten, weniger zu arbeiten und mehr für die Familie da zu sein oder auch einfach mehr Sport zu treiben und gesünder zu essen. Strebst du mehr Lagom in der Entspannung an, kann es auch bedeuten, dein Leben aufzuräumen und so einen klareren Kopf zu haben.

Finde zurück zu deinem persönlichen Lagom.


Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!


 

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von der Chaosqueen zum Ordnungsprofi


Keine wandernden Ablagehäufchen, kein überfüllter Kopf, kein hektisches Suchen mehr.

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