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Dein SOS-Plan für einen reibungslosen, stressfreien Umzug 1


Umzug, Kisten, Plaung, Lagom, Aufräumen, Ordnung

Veränderungen sind am Anfang hart, in der Mitte chaotisch und am Ende wunderbar.

Robin Sharma

Der 31. März ist in der Schweiz einer der grossen Stichtage für die Wohnungskündigung.

Freust auch du dich darauf, in ein neues Zuhause zu ziehen?

Neben Vertragsabschlüssen, Adressänderungen und Versicherungsanpassungen ist jetzt vor allem eines wichtig, den Transport deines Besitzes zu planen.

Obwohl ich schon mehrfach umgezogen bin, unterschätze ich immer noch, wie viel Zeit das Planen, Packen und Organisieren dauert. Die zwei Tage vor dem Umzug habe ich immer bis in die Morgenstunden Kisten vollgestopft und hektisch Regale auseinandergeschraubt.

Dieser Beitrag ist der erste einer dreiteiligen Serie. Hier erfährst du alles über die Vorbereitung.

Teil 2 beinhaltet den Umzugstag selbst und Teil 3 gibt dir Tipps, wie die neue Wohnung schnell zu einem gemütlichen Zuhause für dich wird.

Im wenigen Wochen ist der Umzugstag. Das sind jetzt die wichtigsten Dinge:

  • Kisten und Verpackungsmaterial besorgen

  • Möbelplan in den neuem Wohnungsgrundriss einzeichnen

  • Entsorgung/Spende/Verkauf von grossen Möbeln

  • Kühlschrank und Gefrierer so gut wie möglich leerfuttern

  • Radikales Ausmisten

In diesem Beitrag erfährst du


1) Das richtige Mindset ist entscheidend


Wenn du dich schwer mit Entscheidungen tust, dann ist jetzt der perfekte Moment, deinen Entscheidungsmuskel zu trainieren. Ein Umzug ist ein neuer Lebensabschnitt. Sieh ihn auch als solchen an. Du hast dich weiterentwickelt, deshalb passte auch deine jetzige Wohnsituation nicht mehr.

Stelle dir die ehrliche Frage auch zu deinem Besitz.

Was willst du in deinem neuen Leben wirklich noch als Begleiter dabeihaben?


Ganz wichtig ist, sei ehrlich zu dir selbst und vor allem radikal.


Mit diesem Ratschlag ist auf keinen Fall gemeint, dass du alles wegwerfen solltest, aber dies ist der Moment, indem du klar unterscheiden kannst zwischen Besitz und Ballast.

Was bedeutet dir etwas und soll dich weiterhin begleiten?

Was lässt dich aufseufzen und weckt nur Schuldgefühle oder Frust?

Es gibt 3 unterschiedliche Typen des Hortens. Lies hier in diesem Beitrag, zu welchem du gehörst. Wenn du dich in einem Typen wiederkennst, weisst du, wo du beim Ausmisten aufpassen musst.

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2) Kisten packen wie ein Profi


Wie viele Kisten benötigst du für den Umzug?


Eine Faustregel besagt, dass du ungefähr einen Karton pro Quadratmeter einrechnen kannst.

Es klingt vielleicht nach enorm vielen Kisten, aber wenn du beispielsweise eine grosse Bibliothek hast, bist du froh, nicht zu knapp kalkuliert zu haben. Es ist viel einfacher mehrere Kisten, die ein wenig leichter sind zu schleppen, als sich mit einem schweren Karton sich einen Muskel zu zerren.


Wann musst du mit dem Packen beginnen?


Dies hängt von deinem Besitz, deiner Entscheidungsfreude und deinem Arbeitstempo ab.

Mit dem Kellermaterial kannst du als erstes Starten. Im besten Fall ist dein Besitz dort schon ziemlich gut in Kisten verstaut. Sei hier beim Ausmisten besonders kritisch.


Frage dich warum steht es überhaupt im Keller?

Willst du es wirklich noch in deinem Leben haben oder hast du das Entsorgen bis jetzt einfach aufgeschoben?


Ansonsten arbeite dich von selten Gebrauchtem hin zu täglich Benutzten.

Wieder eine grobe Schätzung: Rechne für jedes Zimmer einen Tag Arbeit ein. Beginne aber am besten eine Woche vorher, damit du noch einen zeitlichen Puffer hast.


Was brauchst du alles für ein sicheres Packen?

  • Vernünftige Zügelkisten, am besten solche, bei welchen du den Boden nicht zukleben musst.

  • Zeitungspapier für deine zerbrechlichen Schätze

  • Gutes Klebeband für Deckel und Beschriftung

  • Farbiges Papier und Filzstifte für die Raumzuteilung

  • Eine Übersichtsliste


Wie behältst du den Überblick?


Dies ist mein wertvollster Tipp an dich: Führe eine Liste mit allen Kartons und deren Inhalt.

Egal ob per Hand oder digital, nummeriere die Kisten durch, schreibe in die Liste ein, was darin ist und teile die Kiste einem Raum zu.

Schreibe die Kisten auf dem Deckel und an einer Seite an.

Wenn du im neuen Zuhause vor einer Wand von Kisten stehst, kannst du gezielt die Nummer 5 mit deinen Sommerkleidern greifen und jene in den aufgebauten Schrank einräumen. Während der ersten Tage in deinem neuen Zuhause kannst du so schnell auf die Liste schauen und findest sofort, was du noch nicht ausgepackt worden ist.

Sowohl für dich als auch die Umzugsmannschaft ist ein Farbcode eine enorme Erleichterung.

Gib jedem Raum eine Farbe.

Beispielsweise: Die Küche ist rot. Die Kartons mit dem Küchenmaterial sind auf mit rotem Papier beschriftet und nummeriert. Ohne immer Nachfragen zu müssen, werden die roten Kisten in die Küche gebracht und aufgestapelt. Wenn du dann die Kisten ausräumen willst, hast du das ganze Küchenmaterial schon an einer Stelle. Dank der Liste weisst du wo die Töpfe sind und du kannst strukturiert alles einräumen.


Wie werden die Kisten am besten gepackt?

  • Achte dich auf das Gewicht: Befülle die Kartons mit maximal 15-20 Kilogramm. Wenn du viele Bücher hast, befülle den Boden mit Büchern und verpacke als zweite Lage noch Kissen, Stofftiere oder Tücher hinein.

  • Achte dich darauf, dass die Tragegriffe frei bleiben.

  • Achte dich beim Packen auf Kategorien nach Zimmern.

  • Schwere Dinge gehören nach unten, leichte und zerbrechliche nach oben

Was musst du sonst noch beachten?


Packe separat eine kleine Reisetasche. Wahrscheinlich wirst du nicht am ersten Tag dazu kommen, alles einzuräumen. Damit du trotzdem am neuen Ort ankommen kannst, ist es am besten, eine Survival-Tasche für den ersten Tag bereit zu halten. Diese könnte folgendes beinhalten:

Hygieneartikel, tägliche Medikamente und Toilettenpapier

Handtuch

Pyjama und Kleidung für den nächsten Tag

Bettwäsche

Grundnahrungsmittel, Schwamm, Lappen und Geschirrtuch für Küche

Wasserkocher, Kaffee, Tee, Tasse

Besteck, Geschirr einmal pro Person

Handystecker


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3) Was beim Möbel wichtig ist


Mach ein Foto von deinem noch zusammengesetzten Möbelstück. So weisst du beim Wiederaufbau wo genau die Regalböden installiert waren.


Sammle alle Schrauben und Dübel von einem Möbel in einer Tüte und beschrifte sie deutlich. Willst du Kommoden ohne Demontage zügeln, klebe die Schubladen unbedingt mit Malerklebeband zu, damit sie nicht aufrollen.


Beschrifte Schlüssel eindeutig oder klebe sie mit Malerklebeband an die Seite des Möbels.

Wenn du Pflanzen besitzt, giesse sie zwei Tage vor dem Umzug noch einmal, damit sie den Umzug gut überstehen, aber die Erde nicht komplett nass ist und sie so schwerer als nötig sind.


4) Wie erleichtert dir Lagom den Umzug?

Nicht zu viel und nicht zu wenig, sondern genau richtig, dies ist die Übersetzung vom schwedischen Wort lagom. Je besser du weisst, was du wirklich brauchst, desto weniger Unnötiges trägst du mit dir herum.


In Lagom steckt auch ein gemeinschaftlicher Gedanke. Bei einem Umzug müssen alle Haushaltsmitglieder mit anpacken und ihren gerechten Anteil leisten, damit er reibungslos verläuft. Ein solch grosses Ereignis ist vor allem eine Chance noch näher zusammenzuwachsen, weil man gemeinsam etwas erreicht hat.


Lagom lässt dich erkennen, welches Mass an Arbeit du dir zumuten kannst. Es muss nicht alles an einem Tag sein, finde dein ‚genau richtig‘ in Pausen, in Besitz, in Gemeinschaft.

Ich wünsche dir einen erfolgreichen Umzug!


 

Verwandle dich von der Chaosqueen zum Ordnungsprofi


Keine wandernden Ablagehäufchen, kein überfüllter Kopf, kein hektisches Suchen mehr.

In meinem kostenlosen Newsletter erhältst du regelmässig Ansporn und Inputs, wie du dein Zuhause, deine Terminplanung und dein Inneres aufgeräumt und produktiv gestalten kannst.


 

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